Symphonic Black Metal
Entstehung und Merkmale des Symphonic Black
Der Symphonic Black Metal oder auch seltener Melodic-Blackmetal genannt, hat sich Anfang der 90er Jahre entwickelt.
Der Stil ist von allen Blackmetalstilen der populärste. Dies liegt vorallem daran das dieser ein-
gängiger und die Produktion häufig klar besser ist, als wie beispielsweise beim Depressive Black Metal oder Atmospheric Black Metal.
Für Black Metal Verhältnisse ist dieser Musikstil daher eher als kommerziell anzusehen.
Zu nennen sind dabei wohl die beiden bekanntesten Vertreter Dimmu Borgir und Cradle of Filth, die für diesen Stil zusammen mit anderen Bands die Vorreiterrolle eingenommen hatten.
Anmerkung
Aufgrund des kommerziellen Erfolges und der sozusagen, "glattgebügelten Produktion", werden
genannte Bands und andere, von beinharten Black Metal Fans eher belächelt.
Was allerdings nicht zwingend ein musikalisch negatives Qualitätsmerkmal sein muss.
Auch wird so manche ungeliebte Band allzu gerne als Dark Metal bezeichnet, was allerdings nicht stimmig ist, denn der Dark Metal weist andere Merkmale auf, insbesondere keinen
blackmetaltypischen Krächzgesang.
Merkmale
Wie bereits erwähnt sind die auffälligsten Merkmale, die glattgebügelte Produktion und das die Songs, gegenüber den anderen Blackmetalstilen, eingängiger sind. Weiterhin werden mitunter für blackmetalverhältnisse genrefremde und relativ ungewöhnliche musikalische Elemente
eingebracht.
Das Textgut ist häufig nicht so extrem und ernst, wie beispielsweise beim Depressive Black Metal. Daher läuft Der Symphonic-Blackmetal bisweilen durchaus das Ein oder Andere Mal in Gefahr leicht ins Kitschige überzugehen. Beispielsweise aufgrund von Vampirtexten und übertrieben in Szene gesetzten Videoclips.
Ein weiteres Merkmal ist, dass der Gesang zwar zumeist blackmetaltypisches Gekrächze bzw. Geschrei aufweist, aber gelegentlich auch clean Vocals eingebracht werden. Weiterhin werden auch gelegentlich Female Vocals integriert, wie beispielsweise bei der Band Darzamat.
Das Keyboard bzw. die Sythesizer, womit unter anderem Chöre simuliert werden, nehmen eine sehr gewichtige Rolle ein. Echte Orchester, Chöre oder klassische Intrumente kommen im
Normalfall jedoch nicht vor, es wird lediglich eine ähnlich symphonische Atmosphäre erzeugt. Daher der überspitzte, aber dennoch passende Ausdruck, Symphonic (Blackmetal)
Musikalische Stilmittel
Instrumente
E-Gitarre(n), Bass, Keyboard, Schlagzeug, das Keyboard ist hier noch etwas dominierender als wie bei den meisten anderen Black Metal Stilen, da hiermit orchestrale Elemente sumiliert werden
Gesang
männlicher Sänger, Kreischgesang oder tiefes Gekrächze. Selten auch gepaart mit abwechselnden clean Vocals und Kreischgesang. Selten auch Female Vocals
Musiktempo
schnell bis sehr schnell
Texte
Häufig kommen Fantasie-, Vampir-Texte oder Texte mit meist nicht ernst gemeinten satanistischen Aussagen, beispielsweise gegen das Cristentum, vor. Aber durchaus auch Sagen und Mythen betreffend des eigenen Landes. Dunkle Wälder bzw. Landschaftsgebilde oder postapokalyptisches kommen zudem gelegentlich zum Tragen
Produktion
Die Produktion ist im Normalfall gut abgestimmt, kommt sehr klar daher und ist somit für blackmetalverhältnisse sehr glattgebügelt
Metalbands des Melodic Black
Einige Symphonic-Black-Bands
Dimmu Borgir, Cradle of Filth, Graveworm, Agathodaimon (alte Alben), Limbonic Art, Darzamat, Stormlord, Twillight Ophera, Covenant, Dragonlord, Opera IX, Shade Empire, Abigail Williams
Anspieltipps
Band und Song: Dimmu Borgir - The Sacrilegious Scorn
Band und Song: Cradle of Filth - Her Ghost in the Fog
Band und Song: Covenant - Planetary Black Elements
Band und Song: Agathodaimon - Banner of Blasphemy
Band und Song: Abigail Williams - Smoke and Mirrors
Band und Song: Dragonlord - Until the End
Band und Song: Shade Empire - Demonized
Band und Song: Twillight Ophera - Queen of the Night
Band und Song: Opera IX - Esteban“s Promise
Band und Song: Darzamat - The Burning Times
Band und Song: Graveworm - Timeless
