Jazzcore / Jazz Metal
Entstehung und Merkmale des Jazzcore
Jazzcore oder auch Jazz Metal genannt, entstand Ende der 80er Jahre. Der Stil ist sehr
experimentierfreudig und dementsprechend fliessen verschiedenste Musikströmungen mit ein. Unter anderem Jazz, Hardcore und Noise.
Typische Vertreter sind z. B. die Bands The Dillinger Escape Plan und The Moonchild Trio.
Aus dem Jazzcore ist im übrigen der Mathcore hervorgangen, der noch etwas technischer und gesanglich extremer ist.
Neben den metaltypischen Instrumenten werden Instrumente, wie beispielsweise Saxophon ein-
gesetzt. Sowohl vom Spieltempo und von der Dynamik her geht es ausserordentlich
abwechslungsreich zu. Insbesondere das Spieltempo wird zum Teil sehr abrupt gewechselt.
Ein weiteres Merkmal ist das der Refrain nur selten wiederholt wird, ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Metalarten. Der Gesang ist recht variabel, denn meist klarer Gesang, wechselt sich mit Geschrei oder Gegrunze ab.
Durch die verschiedenen Stilrichtungen und bereits genannten sonstigen Songfacetten, wirkt der Jazz Metal chaotisch ohne es jedoch spieltechnisch wirklich zu sein. Im Gegenteil es herrscht ein hohes Niveau vor.
Die Integrierung aller Stilmittel in dieses Gesamtbild besitzt daher zweifelsohne einen gewissen Wiedererkennungswert.
Musikalische Stilmittel
Instrumente
E-Gitarre(n), Bassgitarre, Keyboard, Schlagzeug, auch andere Instrumente wie z.B. Saxophon
Gesang
Klarer Gesang, aber auch zum Teil typische Deathvocals bzw. Growls und / oder Geschrei
Musiktempo
langsam bis schnell, sehr abwechslungsreich und extrem unterschiedlich abrubte
Tempowechsel, wirkt daher chaotisch, ist es spieltechnisch aber definitiv nicht
Texte
Thematisch sehr abwechslungsreich, ohne ein spezifisches Hauptthema
Produktion
Die Produktion ist gut aber nicht überproduziert
Jazzcore Bands
Auswahl von Jazzcore-Metal-Bands:
Fantomas, Naked City, Painkiller, NoMeansNo, The Dillinger Escape Plan, Arcanes Division, Doppler, Bakerton Group, Diablo Swing Orchestra, Psyopus, The Moonchild Trio, Mr. Bungle, NoMeansNo

Jazzcore